Distanzierung von Shoa-Relativierung bei Volt hat Absage der Klausurtagung auf Burg Vogelsang zur Folge

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Regierungsbezirk Köln. Die Fraktion LINKE. / Volt im Regionalrat Köln sagt ihre öffentliche Klausurtagung im Bildungszentrum der Burg Vogelsang, einer ehemaligen Ordensburg der Nationalsozialisten, am kommenden Samstag ab. Die ehemalige Volt NRW Landesvorständin und ehemalige stellvertretende Vorsitzende von Volt Köln Elisabeth Leifgen hatte am Wochenende in einer Wortmeldung auf dem Volt-Parteitag in Erfurt mit einem Vergleich den Holocaust relativiert. Davon distanziert sich die Fraktion DIE LINKE. / Volt deutlich. „Wir empfinden es unangebracht, uns an diesem Ort eine Woche nach solchen Aussagen zu versammeln. Wie wichtig die fortwährende Beschäftigung mit dem Holocaust ist, haben wir am Wochenende selber erlebt und ich möchte unsere jüdischen Freund*innen um Entschuldigung bitten“ so Fraktionsvorsitzender Friedrich Jeschke.

Wir empfinden es unangebracht, uns an diesem Ort eine Woche nach solchen Aussagen zu versammeln. Wie wichtig die fortwährende Beschäftigung mit dem Holocaust ist, haben wir am Wochenende selber erlebt und ich möchte unsere jüdischen Freund*innen um Entschuldigung bitten.

Friedrich Jeschke, Fraktionsvorsitzender

Die öffentliche Klausurtagung soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Am Samstag kam es am Ende der Aufstellungsversammlung zur Europawahl auf der Bühne in einem Wortbeitrag von Elisabeth Leifgen zu einem Vergleich, den Volt Deutschland als Shoa-Relativierung einstuft. Das ist für Volt und auch die Fraktion DIE LINKE. / Volt in keinster Weise tragbar und nicht zu akzeptieren.

Leifgen gehört der Fraktion im Kölner Stadtrat an und ist dort Referentin. Da sie gegen Hass und Hetze seit Jahren aktiv ist und sich daher politisch aktiviert, haben ihre Aussagen die Fraktion schockiert. „Wir sehen es als wichtigen und richtigen Schritt an, dass Elisabeth umgehend von ihren Ämtern zurückgetreten ist und eine Selbstanzeige gestellt hat.“ so Jeschke weiter.

Elisabeth Leifgen hat umgehend eine Selbstanzeige gestellt. Der Bundesvorstand von Volt Deutschland prüft wie auch die Ratsfraktion in Köln alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen und wird diese weitestmöglich ausschöpfen.

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